Spiegelnde Traumwelt

Die letzten Sitzungen waren ruhig; ohne Tränen. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper gerade eine Pause fordert, indem er mich nicht allzu tief in mein Innerstes blicken lässt. Die Gespräche sind zurzeit wieder recht alltäglich. Doch das Unterbewusstsein ackert, wie mein Traum von letzter Nacht zeigt:

Ich kann nicht beschreiben, wo genau ich war. Es war wie ein Labyrinth aus Zimmern, überall hüllte das Licht die Räume in ein kaltes orange. Von draußen drang Schwärze hinein. Wir (wer wir ist, weiß ich nicht) flohen von einem Zimmer ins andere. Doch es gab kein entkommen vor diesem Mann, jung und groß. Er begann mich mit langen, spitzen Gegenständen zu foltern. Überall hatte ich blutende Punkte am Körper.

Dann schliefen wir miteinander. Doch er wollte danach nicht bleiben, ging, und ließ mich zurück. Allein mit dem Gefühl, es nicht wert zu sein, geliebt zu werden.