Stillstand

Ich will eigentlich gar nichts schreiben. Denn es gibt nichts zu erzählen. Es herrscht Stillstand. Durch die Arbeit in dieser anderen Stadt habe ich nur noch einmal die Woche Therapie. Jetzt stehen die Herbstferien vor der Tür und meine Therapeutin macht Urlaub. (Steht ihr natürlich zu. (: ) Für mich heißt es zwei Wochen Pause.

Ich habe das Gefühl nicht voran zu kommen. Nicht das Gefühl, dass ich innerlich Fortschritte mache. Es nervt mich. Ich will endlich, dass es vorbei ist. Die Bilder aus meinem Kopf verschwinden, und ich wieder leicht durchs Leben gehe. Aber so funktioniert wohl das Leben nicht.

Meine Mutter ist seit Jahren krank. Vor kurzem hatte sie wieder einen Rückfall. Das hat mir die letzte Kraft entzogen. Zwischendrin hatte ich richtig depressive Tage. Bin nicht aus dem Bett gekommen. Konnte mich für nichts motivieren. Wollte mich nur verkriechen. Allein sein. Ein bisschen habe ich Angst davor, wirklich in eine Depression zu rutschen. Versuche stark zu sein. Den Kloß runter zu schlucken. Und weiß zugleich, dass genau das der falsche Weg ist.

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