Nach vorn

Heute habe ich zum ersten Mal in der Therapie über „die Sache“ geredet. Klar, in der ersten Sitzung habe ich kurz angerissen, warum ich da bin. Aber wir haben danach nicht näher drauf geschaut. Ich bestimme selbst, über was wir reden. Und bislang drehte es sich um allgemeine Dinge: Familie, Sex, Arbeit (Nicht, dass das alles rosig wäre.) Ich wusste aber nicht, wie ich anfangen soll.

Die Idee mit dem Blog fand sie gut. Und das Schreiben hilft mir, es nicht zu verdrängen. Das Blog war der Anstoß erstmals darüber zu sprechen, auf diesem Sofa liegend, im Südterrain, mit dem Blick auf einen Hinterhof. Ich habe geweint. So richtig geweint, wie schon lange nicht mehr. Das sind Momente, in denen ich froh bin, einen Therapieplatz zu haben. Schon oft dachte ich: Ach, ich bekomm das schon alleine hin. Ich bin doch ein Stehaufmännchen, wie ich zu sagen pflege. Aber die meiste Zeit bin ich gerade einfach nur müde.

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