Impfstoff

Vor zwei Tagen habe ich mal meine Impfung auffrischen lassen: Tetanus, Keuchhusten etc. Das war längst überfällig. Und nun liege ich flach. Heute Morgen schleppte ich mich völlig schlapp in die Therapie. Langsam war ich, aiaiaia. (Da muss ich gleich an die Worte meiner 88-jährigen Oma denken, die immer sagt: Ich bin so langsam, ich könnte mir selbst in den Po treten.) Als ich um 8:30 Uhr auf dem Sofa lag, fing ich bei den Worten an zu weinen: Ich wurde geimpft. Was ist denn da los?, dachte ich mir. Wieso kommen denn jetzt Tränen.

Ich muss sagen, dass ich jemand bin, der keine Angst vor Spritzen hat und immer besonders cool versuche, damit umzugehen. Wie denn die Impfung gewesen war?, fragte meine Therapeutin. Sie könne sich vorstellen, dass für jemanden, bei dem die eigenen Grenzen gerade nicht so fest sind, weil sie überschritten wurden, dass selbst eine Impfung mich aufwühlt. Und es gibt diese Momente, in denen diese Frau Thesen aufstellt und ich mir denke: Krass, das fühlt sich richtig an und erklärt die Emotion. Erklärt wieso ich erstmals völlig verkrampft da saß, als die Krankenschwester mit der Spritze neben mir stand.

Nächste Woche mache ich eine Zahnreinigung. Das könnte mich auch aufwühlen. Und ganz ehrlich: Das das so seine könnte, und bei der Impfung offenbar so ist, finde ich doch seltsam. Strange world.

PS: Gucke gerade viele Serien auf Englisch. Und natürlich nicht nur eine am Tag (: Das gibt meiner Sprache zurzeit einen englischen Einschlag

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