Verblasst, aber nicht vergessen

Neues Jahr, neues Glück. Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben. Der Übergriff drängt sich immer mehr in die hinteren Hirnhälften. Das fühlt sich gut an. Klar, noch immer drehe ich mich, wenn es dunkel ist, besorgt um, und schaue, wer hinter mir läuft. In diesen Momenten wird es wohl nie verschwinden. Aber ich habe nicht mehr jeden Tag diese Bilder, die durch meinen Kopf schießen wie durch einen Diaprojektor. Es verblasst – und doch bleibt es nicht vergessen.

Gerade wenn solche Meldungen bekannt werden, wie dieser Tage:  Dutzende Männer haben mindestens 100 Frauen in Köln belästigt, eine Frau wurde sogar vergewaltigt. Fassungslos macht mich das. Und dann der Mega-Tipp der Bürgermeisterin: Man solle doch als Frau schon nicht die Nähe suchen, und eine Armlänge Abstand halten, von Menschen, die man nicht kenne. Bei solchen Aussagen kocht es in mir.

Ich bin gespannt, wie sich die Diskussion entwickelt, was die Polizei noch ermitteln wird. Die Frage, die für mich, wie auch in dem Kölner Fall, offen ist: Welche Motivation steckt hinter so einer Tat?

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