Traumfänger

Von Berlin nach Brasilien in wenigen Sekunden. Dorthin wo es warm ist. Das ist erst einmal super. Ich stehe neben meinem ausgebreitetem Handtuch auf einer Steinklippe. Unter mir eröffnet sich ein Blick wie aus einem Sciencefiction-Film. Etwas futuristisch sieht die Stadt aus. Ich habe kein scharfes Bild davon, aber es ist grau und direkt am Wasser. Jemand warnt mich, dass ich von hier oben bloß nicht ins Wasser fallen soll. Die See sieht harmlos aus, aber es gebe Strömungen, die dich in den Tod reißen.

Plötzlich taucht neben mir ein Mann auf. Ich kann mich an ihn nicht erinnern. Nur daran, dass er mir Angst macht. Ich kann nicht weg, stehe am Rand der Klippe, das Wasser im Augenwinkel. Obwohl ich will, dass der Mann verschwindet sage ich nichts. Warte ab. Sage mir selbst: Es wird bestimmt nichts passieren. Im Traum gibt es kein Gefühl für Zeit, aber irgendwann kommen Freundinnen, die ihr Handtuch neben meines legen. Und ihn verjagen. Das gute ist: Mir ist nichts passiert. Zurück bleibt das Gefühl, allein nicht die Kraft gehabt zu haben, ihn fortzujagen.

Meine Kraftsätze haben offenbar im Traum noch keine Wirkung. Aber es kann auch sein, dass Träume hinterherhinken.

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